Retrospektive

Fetisch Auto

Das Begleitbuch zur Ausstellung im Tinguely

In Retrospektive zur Vogesentour 2011 (der optionale Start war mit einem Start im Museum Tinguely empfohlen), gab es jetzt bei einem neuen Besuch das Buch zur Ausstellung.

Der Begleitband vollzieht einen interessanten Bogen aus der Psychologie des Alltags in die Kunst, alles um und mit dem Auto.

Tip: Bei Ausfüllen eines Fragebogens im Tinguely Museum erhält man den Buchband gratis!

Ich fahre, also bin ich

"Wir erklären, dass sich die Herrlichkeit der Welt um eine neue Schönheit bereichert hat: die Schönheit der Geschwindigkeit." Filippo Tommaso Marinetti, Manifest des Futurismus, 1909.

Es gibt einführende Texte - Der Stellenwert des Automobils in der Gesellschaft, wie und warum sich darum Fetische bilden. Was ist überhaupt ein Fetisch, worin liegt er psychologisch begründet.
Wie geht der Mensch mit dem Auto um, wo es Teil des normalen Alltags ist ("Der Wahnsinn des Automobilisten. Ein Pamphlet. - Feldforschung in der grössten offenen Psychiatrie") und wie es trotzdem immer wieder heraus, in einen kreativen und Sein-definierenden Kontext gestellt wird.

Natürlich jede Menge Bilder: von Werken, aber auch fotographische Arbeiten zum Thema. Seien es metropolite Stimmungen oder einfach nur Aufnahmen von Unfällen auf verschneiter Fahrbahn. Blick auf Details am oder im Automobil genauso wie Situation im Alltag.

Ein eigenes Kapitel beleuchtet die intensive Verbindung von Tinguely mit dem Automobil. Er, der selbst intensiv im Formel-Rennsport bis hin zur Formel 1 anzutreffen war. Die Mechanischen Zusammenhänge prägten ihn, genauso wie der Verschleiss. Sein eigener Auto-Fetisch bestand aus Ferrari.

Ich fahre, also bin ich. - Das Auto als Fetisch und Identitätsprothese.

Achtung! Das Drehen am Lenkrad kann ihre Fahrtrichtung verändern!

Die Schweizer Kuh

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